Wissenswertes zur Akupunktur: Die Lehre von YIN und YANG
- am Februar 04, 2014
- von Brigitte Köster
- in Akupunktur
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Um die Akupunktur besser zu verstehen ist es wichtig sich mit den grundlegenden Erklärungsmodellen vertraut zu machen. Heute möchte ich das Prinzig von Yin und Yang vorstellen:
Das Symbol des Systems von Yin und Yang ist die Monade. Der Kreis der Monade ist in ein schwarzes und ein weißes Feld geteilt. Da es aber in der chinesischen Philosophie nichts Absolutes gibt und alles im Wandel begriffen ist, stellt man dies im schwarzen Feld mit einem weißen Punkt und im weißen Feld mit einem schwarzen Punkt dar.
Yin und Yang bilden eine wechselseitige Beziehung mit wechselseitiger Dynamik, welche in sich ausgeglichen ist. Stellt sich ein Ungleichgewicht ein führt dies zur Krankheit.
Yin und Yang sind Gegensätze die sich wechselseitig bedingen und einander bedürfen. Alle Dinge sind zu jeder Zeit miteinander verwoben, bedingen sich und sind durch kontinuierliche Interaktion miteinander verbunden.
Hier einige Beispiele:
Yin Yang
Nacht Tag
Innen Aussen
Dunkel Licht
Winter Sommer
Kälte Hitze
Materie Energie
Erde Himmel
Wasser Feuer
Ruhe Aktivität
Zusammenziehen Ausdehnung
Kein Element dieser Gegensätze kann ohne das andere existieren. Ohne Tag keine Nacht, ohne Winter kein Sommer, ohne Kälte keine Hitze etc.
Am Beispiel von Tag und Nacht läßt sich auch gut erklären, das Yin und Yang ineinander übergehen und keine absoluten Größen sind. Der Tag geht über die Dämmerung langsam in die Nacht, während die Nacht langsam über die Morgendämmerung in den Tag übergeht. Der Übergang ist fliessend und nicht abrupt.
Yin steht als Prinzip für Statik, Kohäsion und materieller wie immaterieller Strukturbildung, während Yang Bewegung, das Auseinanderstreben einzelner Bestandteile und Elemente und Destrukturierung steht.
Die materiellen Gegebenheiten von Yin und Yang finden sich auch im immateriellen Bereich. Charaktereigenschaften wie Emotionalität, Aktivität, Spontanität, Oberflächlichkeit, Extrovertiertheit und Unüberlegtheit stehen für Yang. Kaltherzigkeit, Nüchternheit, Apathie, Zurückhaltung, Zögerlichkeit und Introvertiertheit sind dem Yin zuzuordnen.
Der Ausgleich von Yin und Yang steht bei einer Therapie ganz besonders im Fokus.
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