Ergebnisse der Testung von Shivering-Pferden
- am Juli 02, 2024
- von Brigitte Köster
- in Dry Needling
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Wie einige von euch vielleicht mitbekommen haben, habe ich im letzten Jahr einige Pferde mit der Diagnose Shivering getestet um zu schauen, ob es gemeinsame Ergebnisse gibt.
Definition Shivering:
Mit Shivering bezeichnet man ein nervöses oder neuromuskuläres Syndrom, welches bereits seit langer Zeit beobachtet wird. Die Erkrankung ist weitgehend unerforscht und man findet sowohl im Netz, als auch in der veterinärmedizinischen Fachliteratur wenig Informationen.
Die betroffenen Pferde zeigen beim Anführen oder Rückwärtsrichten zitternde Bewegungen der Hinterhand, die meistens mit einem Anheben derselben verbunden ist. Das Zittern verschwindet wenn die Pferde einige Meter gelaufen sind.
Die Pferde laufen schlecht bis gar nicht rückwärts und haben Probleme die Hinterhand über längere Zeit anzuheben (wie z.B. beim Schmied).
Die meisten Pferde haben ein Problem beim Transport.
Oftmals zeigt sich im Schritt das die Pferde das betroffene Bein in der Bewegung mit einer nachaußen kreisenden Bewegung nach vorne bringen.
Die Symptomatik ist in ihrer Intensität unterschiedlich ausgeprägt und es sind alle Pferderassen betroffen, allerdings eher die leichteren, sportlichen Rassen.
Da die Pferde in der Regel in ihrer Leistungsbereitschaft nicht eingeschränkt sind und keine Schmerzen haben, gibt es kaum wissenschaftliche Studien zu dem Thema.
Da ich in der letzten Zeit aber immer wieder von Fällen gehört habe, fand ich es interessant mal einige betroffenen Pferde durch zu testen, um zu dokumentieren, ob es Gemeinsamkeiten in den Ergebnissen gibt und welche Strukturen im Organismus betroffen sind.
Ursachen:
Die genauen Ursachen der Erkrankung konnten noch nicht abschließend festgestellt werden. Diskutiert werden u.a. neurologische Ursachen, genetische Defekte, Traumen und muskuläre Ursachen.
Stephanie Valberg DVM PhD Dip. ACVIM,College of Veterinary Medicine, University of Minnesota und John Baird BVSc. PhD Ontario Veterinary College, University of Guelph berichten in ihrer Zusammenfassung zum Thema von einer Studie wo die Muskelbiopsie zeigte, dass die betroffenen Pferde weniger Glykogen in den Muskelzellen eingelagert haben und dadurch die Reserven schneller abgebaut werden. Dies könnte zu den lokalisierten Muskelkrämpfen führen.
Das heißt es könnte sich möglicherweise um eine Stoffwechselstörung der Muskulatur handeln.
Testungen:
Die Tests wurden alle nach einer Erstanamnese anhand von Haar- und Speichelproben mit dem Bioresonanzgerät Rayonex PS 10 durchgeführt.
Mehr zur Bioresonanz:
https://www.thp-koester.de/therapiearten/bioresonanz/
und hier
https://www.thp-koester.de/erklaerung-der-bioresonanz-bei-allergiebehandlung-von-prof-heimes/
Die Pferde waren im Alter von 4-20 jährig und die Symptome waren von leicht bis massiv in ihrer Intensität.
Es handelte sich um Warmblutpferde die teilweise erfolgreich im Sport eingesetzt werden (Springen und Dressur).
Neben den individuellen Frequenzen waren bei allen getesteten Pferden folgende Frequenzspektren blockiert:
– Milz-Pankreas-Meridian
– Nieren-Meridian
– Säure-Basen-Haushalt
– Mangan
– Muskulatur
Bei ca. 80% zusätzlich:
-Kohlehydratstoffwechsel
– Enzyme
Betrachtung der Ergebnisse in Bezug auf die Symptomatik:
Der Milz-Pankreas (MP) Meridian:
- Sorgt für Umwandlung und Transport
- Regiert die Muskeln und die Glieder
- Kontrolliert Xue (Blut)
- Hält die Organe an ihrem Platz
- Große Bedeutung als Fundament für die nachgeburtlichen Lebensvorgänge, insbesondere als Speicher der Bauenergie
- Grundlegendes Element für alle physikalischen Vorgänge.
- Versorgt die Muskeln mit Qi
- Findet durch MP kein ausreichender Transport der Substanzen statt, besteht ein Mangel an Qi und Xue und die Muskeln werden nicht genügend ernährt. Sie verlieren ihren Tonus.
Hier haben wir folglich einen deutlichen Bezug zu den Muskeln, bzw. zu der vorliegenden Symptomatik. Die Muskulatur wird nicht richtig versorgt, es kommt zu Qi-Stagnationen oder Qi-Leere, welche sich in den Spasmen, bzw. dem Zittern äußert.
Hinzu kommt noch, das der MP-Meridian für die Mitte steht. Bei vielen der Shivering Pferden hat man das Gefühl, das Zittern ist auch ein Ausdruck des „fehlenden Gleichgewichts“. Wenn sich die Pferde ausbalanciert haben, geht es besser.
Der Nieren-Meridian:
Der Nierenmeridian ist der Sitz der angeborenen Konstitution und wird in alten Texten als Instanz der Potenzierung der Kraft beschrieben. Typische Symptome bei Störungen des Nieren-Meridians sind u.a. Lahmheiten oder Schwäche der hinteren Extremitäten.
Säure-Basen-Haushalt:
Ein Ungleichgewicht im Säure-Basen-Haushalt ist allgemein ein großes Problem und kann durch viele Faktoren ausgelöst werden. Häufig handelt es sich jedoch um Fütterungsfehler.
Die Anzeichen einer chronischen Übersäuerung sind vielfältig. U.a. zeigt sie sich in Muskelverspannungen.
Mangan:
Schaut man sich an, an welchen Vorgängen Mangan, bezogen auf die Muskulatur beteiligt ist, macht es Sinn:
– Mangan ist essentiell für viele enzymatische Vorgänge, sowohl als Bestandteil, als auch als Co-Faktor.
– Manganmangel kann zu hohen CK-Werten im Blutbild führen, welche zu Muskelverspannungen, steifem Gang und Rittigkeitsproblemen führen kann.
– Mangan unterstützen den Laktatabbau (Milchsäureabbau) und ist damit wesentliche Faktoren für eine lockere Muskulatur. Laktat sollte bei Leistungspferden möglichst wenig aus anaerober Verbrennung gebildet werden. Um die Milchsäure wieder zu verbrennungsfähiger Glucose zu verstoffwechseln, benötigt die Leber das Enzym Pyruvatcarboxylase. Dieses Enzym funktioniert nur mit Hilfe des Spurenelements Mangan
In der Fachliteratur wird ein Manganmangel kaum beschrieben, da man davon ausgeht, dass die Pferde ausreichend Mangan über das Heu aufnehmen. Lediglich bei hohen Calciumgaben kann es zu einem vorübergehenden Manganmangel kommen, da Calcium Mangan aufbraucht.
Es ist aber auch bekannt, das kalkhaltigen Böden mit einem hohem pH-Wert einen sehr niedrigen Mangangehalt haben, so dass man davon ausgehen kann, dass die Manganversorgung heute doch nicht mehr überall ausreichend ist.
Interessanterweise teste ich bei vielen Pferden einen Manganmangel. Eine Substitution bringt bei 98% eine Verbesserung der Symptomatik.
Behandlung:
Alle Pferden erhielten 1 Dose Rayobase von der Fa. Rayonex, um den Säure-Basen-Haushalt zu regulieren.
Weiterhin wurde bei allen Mangan (Fa. NAVALIS) substituiert.
Zusätzlich wurden energetisierte Tabletten mit den aufgespielten Frequenzen verabreicht.
Rückmeldungen:
Von ca. 80% der Besitzer habe ich eine Rückmeldung bekommen. Fast alle berichteten von einer leichten Verbesserung der Symptome.
Ein Pferd wurde 4 Wochen alle zwei Tage mit dem PS 10 behandelt. Während der Zeit der Behandlung besserten sich die Symptome, waren aber nie ganz weg. Nach der Behandlung kam es wieder zu einer Verschlechterung, allerdings nicht so schlimm wie vor der Behandlung.
FAZIT:
In Anbetracht der Tatsache, dass auch die Shivering-Problematik in den letzten Jahren häufiger auftritt (wie auch die anderen Stoffwechsel-/Muskelerkrankungen) macht es sicherlich Sinn in Richtung hin zu einer Stoffwechselproblematik in der Muskulatur zu denken.
Interessanterweise wird häufig ein neuromuskuläres Problem als Ursache angenommen. In der Testung gab allerdings lediglich der gestörte Nierenmeridian hierzu einen Hinweis. Die Niere hat in der chinesischen Medizin u.a. großen Bezug zum Nervensystem.
Die Stoffwechselproblematiken sind in der Regel immer auch mit einem Ungleichgewicht der Mineralstoffe und Spurenelemente verbunden, welches zum einen der Fütterung (zuviel) und auch der allgemein schlechteren Qualität des Grundfutters geschuldet ist.
Es wäre interessant einen Fall über längere Zeit zu begleiten, um über die Bioresonanz noch individueller behandeln zu können.
Zum Abschluss noch ein Video von einem Pferd, welches wie man sieht massive Shivering-Symptomatik zeigt. Untypisch in diesem Fall ist die Tatsache, das er das Zittern nicht immer hatte. Das Pferd wurde gemäß den individuellen Testergebnissen behandelt. Mineralstoffe (u.a. Mangan) wurden substituiert, der Säure-Basen-Haushalt ausgeglichen und es kamen noch verschiedene andere Mittel zum Einsatz, u.a. um den Stoffwechsel zu regulieren und enzymatische Dysbalancen auszugleichen.
Das Zittern verschwand fast vollständig.
Gaby Fuhrmann
Habe grossrahmige Oldenburgerin Mai 13 geboren. Sie zeigt „Drehbewegungen“ Hinterhand links.
Komme allein nicht weiter….
sie ist in der Rangordnung relativ hoch und hat einen Drang alles zu „kontrollieren“ obwohl gar nix los ist….
Dann hat sie Stress und die Drehbewegungen sichtbar. Nicht so stark wie hier im Vidio aber Sie holt seitlich aus…
Nur links. sie ist angeritten und antrainiert und hat beim Reiten so keinerlei Probleme auch beim Schmied nicht.
Habe Mangan besorgt und Kieselgur. Trotzdem weiss ich nicht weiter…. Rückwärts richten im Hallenboden mag sie überhaupt nicht, auf harten Boden geht das aber…
bitte mal zurück mailen. LG
Brigitte Köster
Antworte per Mail ….
Cupiduu
Hallo Dr. Köster,
Ich habe bei meinem 4 Jährigen 1,75cm Westfalen Verdacht auf Shivering. Er hat beim Hufe geben Probleme und zeigt manchmal das Shivering-typische Symptom, dass er seinen rechten Hinterhuf zuckend anzieht oder ab und an Probleme in engen Wendungen hat, aber nicht ständig. Manchmal zieht er sein Hinterbein auch ohne Zuckungen komisch an, schier aus Langeweile. Gibt es derart ‚leichte‘ Fälle ? Er hat diese ‚Anfälle‘ recht selten, ich könnte nicht sagen wodurch sie hervorgerufen werden. Momentan bekommt er zu Kraftfutter und Luzernen noch das Marstall Force Mineralfutter aber ich werde dann Mangan zusätzlich hinzufüttern. Beim Rückwärtsrichten hat er keine großen Probleme und auch Hängerfahren juckt ihn nicht. Er steht im Offentall / Sommerweide und ist auffallend entspannt für sein Alter aber nicht schläfrig. Vor einem halben Jahr hatte er starke Leberprobleme und kommt aus schlechter Hand, wodurch er die ersten 3 Lebensjahre in einer kleinen Box gekauert hat. Ich freue mich auf eine Antwort