TCM Winter – WP Wasser
- am Januar 14, 2020
- von Brigitte Köster
- in Akupunktur
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Mit dem Winter und der kalten Jahreszeit ist das Wasser verknüpft. Die Verdichtung von Yin hat ihren Höhepunkt erreicht. Diese Verdichtung beginnt zu schmelzen und zu fließen. Das Leben hat sich unter die Erde zurückgezogen, die Natur hält Winterschlaf. Das Wasser steht für den Tod und die Wiedergeburt, wobei der Tod hier nur als „Durchgangsstation“ verstanden wird. Wasser dient der Regeneration. Seine Eigenschaften sind Kälte, Nässe, Sammeln, Sinken, Abwärtsfließen.
Ihm zugeordnet ist zunächst der FK Niere.
Die Niere ist die Wurzel des Lebens und des Qi, das Fundament von Yin und Yang und der Ursprung von Wasser und Feuer im Körper und sie speichert Jing (die Essenz).
Der Körper entsteht aus dem vorgeburtlichen (ererbten) Jing, welches insofern eine Sonderstellung hat, als es nicht aufgefüllt werden kann. Es kann lediglich bewahrt werden. Demgegenüber kann das nachgeburtliche Jing aus der Energie, die aus der Nahrung gewonnen wird wiederergänzt werden.
Die Niere steuert die Geburt, das Wachstum, die Entwicklung und die Reproduktion, sowie die Bildung von Mark, Knochen, Gehirn und Blut.
Die Sexualität hat ihren Sitz in der Niere, wobei hier mehr die Zeugungs- und Vermehrungsfähigkeit gemeint ist. Die eigentliche Lust wird dem Herz zugesprochen.
Sexuelle Störungen, Sterilität und Infertilität werden demnach der Niere zugeordnet.
Das zugeordnete Gewebe sind Knochen und Zähne, sowie Mark und das Nervengewebe. Das in der Niere gespeicherte Jing produziert das Rücken- und Knochenmark. Über das obere Rückenmark besteht die enge Verbindung zum Gehirn, dessen Funktionen ebenfalls von der Niere kontrolliert werden. Auch das Nervensystem wird den Nieren zugeordnet.
Der Bezug zu den Knochen bedeutet, dass z.B. Arthrosen, mangelnde Knochenstabilität etc. ein Indiz auf einen Mangel an Nieren-Jing sind. Gerade bei den degenerativen Knochenerkrankungen, die ja oftmals mit einer körperlichen Disposition zusammenhängen ist wieder die Brücke zum Jing geschlagen.
Im Nieren-Typ stehende Pferde lernen leicht, sind aber auch leicht zu überfordern. Sie wollen alles richtig machen, sind aber auch ängstlich und unsicher. In der Herde sind sie meistens rangniedrig, bauen aber zum Menschen einen engen Bezug auf. Sie neigen zu Atemwegsproblemen, Angst, mangelnde Kraft in der Hinterhand und Infektanfälligkeit.
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